Hundefutter für Welpen
Welpenfutter: Futtermenge, Häufigkeit & Umstellung im Überblick
Welpenfutter ist keine Marketingerfindung der Futtermittelindustrie, sondern echte Wachstumsarbeit: In den ersten Monaten braucht dein Hund Futter, das wirklich passt – zur Energie, zum Körper, zum Bauchgefühl.
Hier bekommst du Antworten auf die Fragen, die alle stellen: Wie oft soll ich meinen Welpen füttern? Wie viel ist zu viel? Mit Tabelle, Futtervergleich (Trocken/Nass/BARF) und klaren Tipps zur Umstellung auf Adultfutter.
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Inhaltsverzeichnis:
- Welpenfutter: Warum brauchen Welpen spezielles Futter – und welche Nährstoffe sind wichtig?
- Welpenfutter im Vergleich: Trockenfutter, Nassfutter oder BARF – was ist die beste Wahl?
- Welpen füttern: Futtermenge-Tabelle und Tagesportion im Rassen- und Hundegrößenvergleich
- Welpe auf Adultfutter umstellen: Zeitpunkt, Futterwechsel & Tipps
- FAQ – Die häufigsten Fragen zur Welpenernährung
Den Welpen richtig zu füttern ist nicht einfach nur „Napf voll, Hund glücklich“. Es gibt unzählige Empfehlungen, Meinungen, Futtersorten und mindestens genauso viele Fragen: Wie oft soll ich meinen Welpen füttern? Wie viel ist richtig? Was ist besser – Trockenfutter, Nassfutter oder doch BARF? Und warum gibt es überhaupt spezielles Welpenfutter?
Ich habe als Tierarzthelferin gearbeitet, drei eigene Welpen großgezogen und zusätzlich die beiden meiner Eltern mitversorgt. Ich habe unterschiedliche Fütterungsarten ausprobiert, viele Fragen gestellt, einiges gelernt und festgestellt: Es gibt nicht die eine richtige Lösung. Aber es gibt klare Grundlagen, die jeder kennen sollte, der einen Welpen gesund ernähren will.
In diesem Artikel bekommst du einen fundierten Überblick: Welche Nährstoffe im Wachstum wichtig sind, worauf du bei der Futterwahl achten solltest, wie du die Futtermenge einschätzen kannst (inkl. Tabelle), und wann der Wechsel auf Adultfutter sinnvoll ist.
Ich bin keine Tierärztin und keine Ernährungsberaterin. Dieser Text ersetzt keine individuelle Beratung, besonders bei gesundheitlichen Fragen oder Verdauungsproblemen. Aber er hilft dir, Zusammenhänge besser zu verstehen und typische Fehler zu vermeiden.
Dein Welpe ist noch gar nicht eingezogen, aber du willst alles richtig machen – vom ersten Tag an? Dann spring rüber zu meinem Artikel rund um Vorbereitung, Ausstattung und den allerersten Tagesablauf:
Welpenfutter: Warum brauchen Welpen spezielles Futter und welche Nährstoffe sind wichtig?
Welpen wachsen nicht einfach – sie explodieren förmlich. In wenigen Monaten entwickeln sie Knochen, Muskeln, Organe, Immunsystem und Gehirn gleichzeitig. Damit aus deinem tapsigen Minihund ein gesunder, stabiler Vierbeiner wird, braucht er Futter, das genau zu dieser intensiven Phase passt. Einfach nur satt machen reicht nicht.
Doch was muss gutes Welpenfutter enthalten und woran erkennst du, ob ein Produkt wirklich für die Entwicklung geeignet ist? In diesem Abschnitt zeige ich dir, worauf es bei der Welpenernährung ankommt: Welche Nährstoffe junge Hunde brauchen, warum mehr nicht automatisch besser ist, und wieso das Kalzium-Phosphor-Verhältnis im Futter entscheidend sein kann, vor allem bei größeren Rassen.
Ob du Fertigfutter fütterst oder selbst zusammenstellst: Wenn du deinen Welpen richtig füttern willst, brauchst du ein Grundverständnis für Energie, Protein, Mineralstoffe und Co. Klingt kompliziert? Keine Sorge – hier bekommst du die Basics ohne Fachchinesisch, aber mit echtem Nutzen.
Was sollte Welpenfutter enthalten? Inhaltsstoffe im Überblick
Ein gutes Welpenfutter ist mehr als nur Futter. Es ist die Grundlage für Knochen, Muskeln, Immunsystem und all das, was aus einem tapsigen Welpen irgendwann einen gesunden Hund macht. Deshalb ist es wichtig, ein Produkt zu wählen, das speziell auf junge Hunde abgestimmt ist. Achte beim Kauf unbedingt auf die Kennzeichnung „Alleinfuttermittel für Welpen“ oder „Junior“. Diese Futter enthalten alle nötigen Nährstoffe in der richtigen Menge und im passenden Verhältnis, ohne dass du zusätzlich etwas untermischen musst.
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Welpen brauchen eine Ernährung, die zu ihrem Wachstum passt. Trockenfutter lässt sich besonders einfach portionieren und enthält als Alleinfutter für Puppy alle Nährstoffe, die junge Hunde in dieser wichtigen Phase benötigen.
Und was genau sollte im Napf landen? Hier kommen die wichtigsten Bestandteile im Überblick – mit kurzer Erklärung, warum sie so entscheidend sind:
✔️ Hochwertige Proteine:
Proteine sind das Baumaterial für Muskeln, Gewebe und Organe. Für Welpen besonders wichtig: Die Eiweiße sollten möglichst aus tierischen Quellen wie Huhn, Rind oder Fisch stammen. Denn tierische Proteine liefern essenzielle Aminosäuren, die junge Hunde gut verwerten können – und die sie für ihr Wachstum dringend brauchen.
✔️ Fette und essentielle Fettsäuren:
Fette liefern nicht nur Energie, sondern unterstützen auch die Entwicklung von Gehirn, Haut und Fell. Wertvoll sind hier Fettquellen wie Lachsöl, Hühnerfett oder pflanzliche Öle mit Omega-3-Fettsäuren. Und nein – „billiges Fett“ ist nicht gleich „gutes Fett“.
✔️ Vitamine und Spurenelemente:
Vitamine wie A, D und E sind kleine Helden für Immunsystem, Knochen und Zellschutz. Besonders Vitamin D ist wichtig – es hilft dem Körper, Kalzium richtig aufzunehmen, was wiederum für das Skelettwachstum zentral ist.
✔️ Mineralstoffe – vor allem Kalzium und Phosphor:
Diese beiden Stoffe spielen eine Schlüsselrolle im Knochenaufbau. Aber: Nicht nur die Menge zählt, sondern auch das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor. Dazu gleich mehr – Spoiler: Es ist komplizierter, als es auf der Packung aussieht.
✔️ Verdauliche Kohlenhydrate:
Kohlenhydrate sind kein Muss, können aber Energie liefern und die Verdauung unterstützen – zum Beispiel durch leicht verdauliche Zutaten wie Reis, Haferflocken oder Süßkartoffeln. Wichtig ist, dass sie gut vertragen werden – nicht jeder Welpenbauch liebt jede Getreidesorte.
Kurz gesagt: Achte beim Futterkauf auf klare Deklarationen und hochwertige Zutaten. Wenn auf der Verpackung nicht eindeutig steht, dass es sich um ein „Alleinfuttermittel für Welpen“ handelt, dann lass das Produkt lieber im Regal stehen – ganz gleich, wie hübsch das Etikett ist.
Welpenfutter: Warum zu viel Protein, Fett oder Energie im Welpenfutter schaden kann
Bei der Ernährung von Welpen gilt nicht: Viel hilft viel. Ganz im Gegenteil. Eine Überversorgung mit Energie, Protein oder Mineralstoffen kann dem jungen Hund ernsthaft schaden. Besonders bei mittelgroßen und großen Rassen ist das ein unterschätztes Risiko: Wenn der Welpe zu energiereiches Futter bekommt, wächst er schneller, als sein Skelett mithalten kann. Das Ergebnis? Ein erhöhtes Risiko für Fehlstellungen, Gelenkprobleme oder spätere Erkrankungen wie Hüftdysplasie.
Auch bei Proteinen lohnt sich ein genauer Blick. Klar, Proteine sind wichtig für den Muskelaufbau, aber mehr ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist die Qualität der Eiweiße und das Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen. Ein hoher Fleischanteil klingt auf der Verpackung vielleicht beeindruckend, bedeutet aber wenig, wenn die Rezeptur unausgewogen ist.
Dasselbe gilt für Fette und Kalorien: Welpen brauchen Energie, keine Frage. Aber sie brauchen keine Extra-Portion Kalorienbomben im Napf. Besonders bei Hundefutter für große Rassen ist es wichtig, den Energiegehalt im Blick zu behalten.
Welpenfutter muss also nicht „reich an Protein“ oder „extra energiereich“ sein, sondern ausgewogen und angepasst an Alter, Größe und Aktivitätslevel. Zu viel kann das Wachstum aus dem Takt bringen – und das holt man später nicht mehr so leicht ein.
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Ein Napf, der nicht verrutscht – auch nicht bei hektischem Fressen. Aus Edelstahl, leicht zu reinigen, kippt nicht und klappert kaum. Der Gummiboden sorgt für Ruhe beim Füttern und schont den Boden. Alltagstauglich (bei mir mehrfach erprobt), robust und einfach praktisch.
Kalzium-Phosphor-Verhältnis im Welpenfutter: Warum es so wichtig ist
Kalzium ist einer der zentralen Baustoffe für die gesunde Entwicklung von Knochen – vor allem in der intensiven Wachstumsphase von Welpen. Aber Kalzium alleine reicht nicht: Entscheidend ist das Verhältnis zu Phosphor. Nur wenn beide Mineralstoffe im richtigen Verhältnis zueinander stehen, kann der Körper sie sinnvoll nutzen. Besonders bei großen Hunderassen kann ein unausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis zu Wachstumsstörungen, Fehlstellungen oder Gelenkproblemen führen.
Das empfohlene Verhältnis liegt im Bereich von 1,2:1 bis 1,4:1 (Kalzium zu Phosphor). Manche sprechen auch von 1,8:1 (Nutritional Guidelines). Viele Fertigfutter sind bereits darauf abgestimmt – vorausgesetzt, du ergänzt nicht eigenständig mit Zusatzpräparaten oder „Knochenmehl-Tipps aus dem Internet“. Gefährlich wird es vor allem bei selbst zubereiteten Rationen oder BARF, bei denen ohne genaue Bedarfsberechnung schnell massive Fehlversorgungen entstehen können.
Wie ernst das Thema ist, zeigt auch eine Studie der Universität Zürich, die zahlreiche Ernährungsfehler bei der Fütterung von Welpen ausgewertet hat. Ihr Fazit: Störungen im Kalzium-Phosphor-Haushalt zählen zu den häufigsten Ursachen für orthopädische Probleme im Wachstum – und betreffen keineswegs nur extrem gefütterte Hunde. Die Wissenschaftler betonen, dass gerade bei Junghunden mit hohem Wachstumstempo selbst kleine Abweichungen im Nährstoffverhältnis langfristige Folgen haben können.
Fazit: Es kommt nicht nur auf die Menge an, sondern auf die Balance. Wer sich bei der Fütterung nicht sicher ist – vor allem bei selbstgemachten Rationen – sollte sich professionelle Unterstützung holen. Denn was beim Knochenbau einmal schiefläuft, lässt sich später oft nicht mehr korrigieren.
Wenn du sichergehen willst, dass dein Welpe optimal versorgt ist – gerade in Bezug auf Wachstum, Knochenentwicklung und Nährstoffstatus – lohnt sich eine gründliche tierärztliche Untersuchung. Was dabei genau gemacht wird, erfährst du hier:
Welpenfutter im Vergleich: Trockenfutter, Nassfutter oder BARF – was ist die beste Wahl für deinen Welpen?
Du möchtest deinen Welpen richtig füttern, aber stehst vor der Frage: Was ist besser für Welpen: Trockenfutter, Nassfutter oder BARF?
Jede Fütterungsart hat ihre Vor- und Nachteile. Und nein, es gibt nicht die eine perfekte Lösung für alle Hunde – sondern eine, die zu deinem Welpen, deinem Alltag und deinen Ansprüchen passt.
In diesem Abschnitt bekommst du eine klare Orientierung: Ich vergleiche Trockenfutter, Nassfutter, Mischfütterung und BARF für Welpen, zeigen dir die Unterschiede und helfe dir, herauszufinden, was wirklich zu euch passt.
Trockenfutter für Welpen: Vorteile, Nachteile & worauf du achten solltest
Ist Trockenfutter gut für Welpen?
Ja, wenn es hochwertig ist, gut vertragen wird und zur Lebensphase passt. Trockenfutter ist die meistgenutzte Fütterungsart für Welpen – nicht nur, weil es praktisch ist, sondern auch, weil es bei richtiger Auswahl alle wichtigen Nährstoffe liefert.
✔️ Vorteile von Trockenfutter:
- Einfache Handhabung: Leicht zu lagern, zu dosieren und mitzunehmen
- Lange Haltbarkeit: Auch ohne Kühlung
- Günstiger Preis: Meist kostengünstiger als Nassfutter oder BARF
- Geeignet für Futterspiele: Lässt sich gut in Futterbällen oder Suchspielen verwenden
❌ Nachteile von Trockenfutter:
- Wenig Feuchtigkeit: Der Wassergehalt ist sehr gering – ausreichende Wasseraufnahme ist wichtig
- Qualität stark schwankend: Nicht jedes Trockenfutter enthält hochwertige Zutaten
- Weniger appetitlich: Einige Welpen fressen es nur ungern, vor allem im Zahnwechsel
- Deklaration oft intransparent: Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Fleischmehl“ geben keine Klarheit über die Herkunft
Worauf du bei Trockenfutter für Welpen achten solltest:
Wenn du Trockenfutter fütterst, achte auf:
- Deklaration als Alleinfuttermittel für Welpen oder Junior-Hunde
- Klar erkennbare Proteinquellen (z. B. Huhn, Lamm, Fisch)
- Keine unnötigen Füllstoffe wie Zucker oder Weizen
- Angepassten Energiegehalt für das Welpenalter
Achte also nicht nur auf Schlagwörter wie „hoher Fleischanteil“, sondern auf das Gesamtbild der Rezeptur. Ein ausgewogenes Trockenfutter ist besser als eines mit Marketing-Versprechen und schlechter Nährstoffbilanz.
Nassfutter für Welpen: Wann es sinnvoll ist und worauf es ankommt
Grundsätzlich gelten für Nassfutter dieselben Qualitätskriterien wie für Trockenfutter: Auch hier sollte es sich um ein Alleinfuttermittel für Welpen oder Junior-Hunde handeln, das alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Menge und im passenden Verhältnis liefert. Hochwertige Proteinquellen, ein angemessener Energiegehalt und eine transparente Deklaration sind genauso entscheidend wie beim Trockenfutter. Die Futterart ändert nichts daran, dass ein Welpe ausgewogen versorgt werden muss.
Nassfutter kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn Welpen Trockenfutter schlecht annehmen, wenig trinken oder sich in sensiblen Phasen befinden – etwa beim Zahnwechsel oder in den ersten Wochen nach dem Umzug ins neue Zuhause. Durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt trägt Nassfutter zur Flüssigkeitsaufnahme bei und wird von vielen Welpen als besonders schmackhaft empfunden. Das kann hilfreich sein bei mäkeligen Fressern oder Welpen, die unter Stress vorübergehend weniger Appetit haben.
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Gerade kleine oder mäkelige Welpen nehmen Nassfutter oft besser an als Trockenfutter. Gleichzeitig liefert ein gutes und ausgewogenes Welpen-Nassfutter alle wichtigen Nährstoffe für einen sicheren Start ins Wachstum.
Beim Blick auf die Zutaten gilt: Qualität zeigt sich auch hier nicht am Werbeversprechen auf der Dose, sondern an der Zusammensetzung. Ein gutes Nassfutter enthält klar deklarierte tierische Proteine, verzichtet auf Zucker, künstliche Aromen oder Farbstoffe und ist in seiner Energie- und Fettzusammensetzung an das Wachstum angepasst. Begriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ohne nähere Aufschlüsselung sollten kritisch hinterfragt werden – unabhängig davon, wie hochwertig das Etikett wirkt.
Nicht jeder Welpe verträgt Nassfutter automatisch besser als Trockenfutter. Manche reagieren mit weicherem Kot oder Verdauungsproblemen, besonders bei häufigen Sorten- oder Markenwechseln. Auch der höhere Verbrauch sollte nicht unterschätzt werden: Nassfutter hat eine geringere Energiedichte, weshalb – vor allem bei größeren Rassen – deutlich größere Mengen benötigt werden. Das macht die Fütterung auf Dauer teurer und erfordert mehr Planung bei Lagerung und Haltbarkeit.
Unterm Strich ist Nassfutter keine bessere oder schlechtere Fütterungsart, sondern eine Alternative, die in bestimmten Situationen Vorteile bieten kann. Entscheidend ist nicht, ob das Futter trocken oder nass ist – sondern ob es zum Welpen passt, gut vertragen wird und ernährungsphysiologisch sinnvoll zusammengesetzt ist.
Mischfütterung beim Welpen: Funktioniert das – oder wird’s schnell chaotisch?
Viele Welpenhalter entscheiden sich instinktiv für eine Mischfütterung – also die Kombination von Trocken- und Nassfutter im Alltag. Das klingt flexibel, ausgewogen und irgendwie nach dem Besten aus beiden Welten. In der Praxis funktioniert es tatsächlich bei manchen Hunden gut – bei anderen führt es zu Verdauungsproblemen, Unverträglichkeiten oder schlichtem Futterchaos.
Ob Mischfütterung bei deinem Welpen sinnvoll ist, hängt stark davon ab, wie du sie umsetzt. Einfach nach Lust und Laune zwischen Futterarten zu wechseln, führt oft dazu, dass der Magen-Darm-Trakt überfordert ist. Gerade bei empfindlichen Welpen kann das zu weichem Kot, Blähungen oder Appetitverlust führen. Wenn du aber eine klare Struktur einhältst – etwa morgens Trockenfutter, abends Nassfutter – und nicht ständig Sorten, Marken oder Proteinquellen wechselst, kann Mischfütterung gut funktionieren.
Wichtig ist, dass du die Gesamtfuttermenge im Blick behältst. Wer morgens die empfohlene Tagesmenge Trockenfutter gibt und abends „noch was dazu“ serviert, füttert schnell zu viel – mit den üblichen Folgen: zu schnelles Wachstum, Übergewicht und Verdauungsstress.
Auch bei der Nährstoffversorgung solltest du genau hinschauen. Wenn du zwei verschiedene Futtersorten kombinierst, kann das Verhältnis von Kalzium, Phosphor, Protein und Energie schnell aus dem Gleichgewicht geraten – vor allem, wenn du unterschiedliche Hersteller oder Futterlinien mischst. Ideal ist es, bei einer Marke zu bleiben, die Trocken- und Nassfutter aufeinander abgestimmt anbietet.
Grundsätzlich gilt: Mischfütterung ist möglich, aber sie erfordert etwas mehr Planung. Wer gern flexibel füttert, sollte besonders auf die Qualität, Verträglichkeit und Menge achten – und sich bewusst sein, dass der Verdauungstrakt eines Welpen keine Spielwiese für tägliche Experimente ist.
BARF beim Welpen: Funktioniert das oder ist es zu riskant?
BARF – kurz für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter – klingt für viele Hundehalter nach einer besonders natürlichen, gesunden und frischen Form der Ernährung. Statt Dosenfutter oder Trockenpellets landet rohes Fleisch, Gemüse, Knochen und manchmal ein rohes Ei im Napf. Und ja: Wenn BARF richtig umgesetzt wird, kann es auch für Welpen eine funktionierende Fütterungsmethode sein. Das Problem ist nur – richtig umsetzen heißt, genau zu wissen, was man tut und was ein Welpe im Wachstum wirklich braucht: Energie, Proteine, Mineralstoffe und Vitamine in genau abgestimmten Mengen.
Eine gute Übersicht, worauf es bei der Nährstoffversorgung in dieser Lebensphase ankommt, bietet z. B. dieser Fachartikel von Dr. Hölter, Tierarzt und Ernährungsspezialist. Als ich meinen Quentin mit BARF-Fütterung groß gezogen habe, habe ich mir auch von einer Ernährungsberatung einen Plan aufstellen lassen. Sicher ist schließlich sicher.
Gerade im Wachstum braucht dein Welpe ein sehr präzises Verhältnis von Energie, Eiweiß, Kalzium, Phosphor, Spurenelementen und Vitaminen. Ein Mangel oder eine Überversorgung in dieser Zeit hat nicht nur kurzfristige Auswirkungen, sondern kann zu dauerhaften Schäden am Skelett, Bewegungsapparat oder Immunsystem führen. Besonders kritisch: Der Kalziumgehalt, der beim BARFen häufig unterschätzt wird, weil Knochenanteile fehlen oder falsch dosiert werden.
Die meisten Welpen, die mit selbst zusammengestellten BARF-Rationen ernährt werden, bekommen über Monate hinweg nicht das, was sie brauchen – einfach, weil es ohne Fachwissen kaum möglich ist. Das zeigen auch tierärztliche Untersuchungen immer wieder: Fehlversorgungen sind keine Ausnahme, sondern der Regelfall.
Wer sich trotzdem für BARF interessiert, sollte vor dem Start mindestens:
✔️ einen Futterplan mit einem Experten erstellen lassen (z. B. Ernährungsberater mit BARF-Erfahrung),
✔️ regelmäßig das Wachstum und Gewicht des Welpen kontrollieren,
✔️ und nicht „frei Schnauze“ oder nach Facebook-Rezepten füttern.
Auch Hygiene ist ein Thema: rohes Fleisch birgt – gerade für junge Hunde mit empfindlichem Immunsystem – ein höheres Risiko für Keime und Parasiten. Wer barft, braucht gute Lagerbedingungen, saubere Arbeitsflächen und einen realistischen Blick auf die eigene Organisation im Alltag.
Fazit: BARF kann für erfahrene Halter mit Zeit, Wissen und einem durchdachten Plan eine Option sein, aber es ist definitiv nicht die einfachste oder automatisch gesündere Art, einen Welpen zu ernähren. Wer keine Erfahrung hat oder unsicher ist, fährt mit einem hochwertigen Fertigfutter in den meisten Fällen sicherer.
Übrigens: Wenn du beim Thema Fütterung ständig widersprüchliche Aussagen hörst – es kursieren jede Menge Irrtümer rund um Hundefutter. Welche Mythen wirklich Unsinn sind und wo doch ein Fünkchen Wahrheit steckt, liest du in meinem Artikel:
Welpen füttern: Futtermenge-Tabelle und Tagesportion im Rassen- und Hundegrößenvergleich
Wie viele Mahlzeiten braucht ein Welpe?
Welpen haben in den ersten Lebensmonaten einen erhöhten Energiebedarf, gleichzeitig aber nur eine begrenzte Magenkapazität. Deshalb sollte die tägliche Futtermenge nicht auf einmal gegeben, sondern altersgerecht aufgeteilt werden:
- 6–12 Wochen: etwa 4 Mahlzeiten täglich
- 3–6 Monate: 3 Mahlzeiten täglich
- 6–12 Monate: 2–3 Mahlzeiten täglich
- Nach dem ersten Lebensjahr: in der Regel 2 Mahlzeiten – manche Hunde kommen aber auch mit einer gut zurecht
Diese Einteilung hilft nicht nur, den Energiebedarf besser abzudecken, sondern stabilisiert auch den Blutzuckerspiegel und unterstützt die Verdauung. In der Praxis hängt die optimale Fütterungshäufigkeit aber auch von der Rasse, Aktivität, dem individuellen Stoffwechsel und der Verträglichkeit ab.
Die Ernährungsexpertin Kristina Johansen empfiehlt in ihrer Übersicht zu den Nährstoffbedürfnissen von Welpen, die Fütterungshäufigkeit im Laufe des ersten Lebensjahres stufenweise zu reduzieren, da der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht mit dem Wachstum sinkt (kristinajohansen.com).
Futtermenge für Welpen richtig verstehen:
Welpen brauchen pro Kilogramm Körpergewicht deutlich mehr Energie als ausgewachsene Hunde – einfach, weil sie wachsen, neues Gewebe aufbauen und viel in Bewegung sind. Trotzdem heißt das nicht, dass „viel hilft viel“. Die richtige Portionierung ist eine Kombination aus Alter, Aktivitätslevel und Endgewicht. Du kannst dich über die einzelnen Nährstoffe auch tatsächlich bei Wikipedia nochmal im Detail belesen: Welpenernährung.
Die Angaben auf der Futterverpackung helfen dir bei der Orientierung, aber Achtung: Nicht alle Hersteller meinen das Gleiche.
Manche Futtermengen basieren auf dem aktuellen Gewicht deines Welpen. Andere richten sich nach dem zu erwartenden Endgewicht.
Das macht einen Unterschied – gerade bei großen Rassen. Ein 3‑Monate alter Labrador wiegt vielleicht 10 kg, soll aber mal 30 kg wiegen. Wenn du versehentlich die Menge fürs Endgewicht gibst, obwohl die Packung das aktuelle meint, fütterst du sofort das Dreifache. Nicht gut.
Lies dir also die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ganz genau durch – dort steht meist, ob die Mengenangabe sich auf das aktuelle Gewicht oder das erwartete Gewicht bezieht. Wenn es unklar ist: Lieber beim Hersteller nachfragen oder Tierarzt/Nahrungsexperten konsultieren.
In der Praxis sieht das so aus: Futtermenge für Welpen
Im vorherigen Abschnitt hast du erfahren, warum die richtige Futtermenge von Alter, Gewicht, Aktivität und Energiegehalt des Futters abhängt. Aber wie viel landet jetzt konkret im Napf?
Damit du eine grobe Vorstellung bekommst, findest du hier zwei Tabellen – eine für Trockenfutter, eine für Nassfutter.
Sie zeigen beispielhafte Futterrationen je nach zu erwartendem Endgewicht deines Hundes und seinem Alter. Die Werte gelten für gesunde, normal aktive Welpen – sie basieren auf marktüblichen Futtermitteln mit durchschnittlichem Energiegehalt und dienen zur Orientierung.
Wenn du das Endgewicht deines Hundes nicht kennst: Frag beim Züchter oder Tierarzt nach – oder orientiere dich an der Rassengruppe.
Tägliche Futtermenge für Welpen – Trockenfutter:
| Endgewicht (ausgewachsen) | 2–3 Monate | 4–5 Monate | 6–8 Monate |
|---|---|---|---|
| Kleine Rassen (bis ca. 10 kg) | 80–150 g pro Tag | 70–130 g pro Tag | 60–110 g pro Tag |
| Mittelgroße Rassen (10–25 kg) | 150–280 g pro Tag | 130–260 g pro Tag | 110–240 g pro Tag |
| Große Rassen (ab 25 kg) | 220–380 g pro Tag | 200–350 g pro Tag | 180–310 g pro Tag |
| Basis: Trockenfutter mit ca. 400 kcal pro 100 g | |||
Tägliche Futtermenge für Welpen – Nassfutter:
| Endgewicht (ausgewachsen) | 2–3 Monate | 4–5 Monate | 6–8 Monate |
|---|---|---|---|
| Kleine Rassen (bis ca. 10 kg) | 180–300 g pro Tag | 160–260 g pro Tag | 140–240 g pro Tag |
| Mittelgroße Rassen (10–25 kg) | 300–500 g pro Tag | 270–460 g pro Tag | 240–420 g pro Tag |
| Große Rassen (ab 25 kg) | 500–850 g pro Tag | 450–800 g pro Tag | 400–720 g pro Tag |
| Basis: Nassfutter mit ca. 110 kcal pro 100 g | |||
Die Tabellen dienen als Orientierung – die tatsächliche Futtermenge hängt vom Energiegehalt des Futters, der Aktivität des Welpen, seinem Körperbau und der Entwicklungsgeschwindigkeit ab. Ob du Trockenfutter, Nassfutter oder beides gibst, spielt dabei ebenfalls eine Rolle.
Wichtig: Nicht jeder Hersteller bezieht sich bei der Fütterungsempfehlung auf das Gleiche. Manche rechnen mit dem aktuellen Gewicht, andere mit dem zu erwartenden Endgewicht. Dieser Unterschied ist entscheidend, wenn du die Futtermenge richtig berechnen willst – besonders bei großen Rassen.
Ein Beispiel: Ein drei Monate alter Beagle (Endgewicht ca. 12 kg) braucht etwa 150–200 g Trockenfutter pro Tag – aufgeteilt auf mehrere Mahlzeiten. Bei Nassfutter wären es rund 300–400 g, abhängig vom Kaloriengehalt.
Snacks und Leckerlis nicht vergessen: Sie liefern zusätzliche Kalorien und gehören zur Tagesration dazu. Wer das ignoriert, füttert schnell deutlich zu viel – ohne es zu merken.
Ein einfacher Check hilft: Die Rippen sollten bei leichtem Druck spürbar sein, aber nicht sichtbar hervortreten. Auch das Verhalten sagt viel aus – ein wilder Dauerläufer verbraucht mehr Energie als ein gemütlicher Sofabewohner. Woran du erkennst, ob dein Welpe fit ist? Das findest du ausführlich auch hier: Gesunden Hund erkennen.
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Welpe genug oder zu viel frisst, oder ob er sich normal entwickelt, hol dir Rat beim Tierarzt oder einer Ernährungsberatung für Hunde.
Dein Hund ist eher der Duracell-Typ? Wenn dein Welpe besonders aktiv ist oder später im Sport geführt wird, gelten andere Regeln beim Energiebedarf. In diesem Fall solltest du unbedingt wissen, wie sich das auf die Fütterung auswirkt:
Welpe auf Adultfutter umstellen: Zeitpunkt, Futterwechsel & Tipps
Welpenfutter ist auf den erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf in der Wachstumsphase abgestimmt. Doch mit dem Heranwachsen ändern sich die Bedürfnisse: weniger Energie, andere Nährstoffverteilung, geringerer Kalziumbedarf. Dann ist es Zeit für den Wechsel auf ein Futter für ausgewachsene Hunde. Die Frage ist nur: wann genau?
Welpenfutter bis wann? Fütterung je nach Hundegröße und Rasse
Der Zeitpunkt der Umstellung hängt weniger vom Alter ab als von Größe, Rasse und Entwicklungstempo des Hundes. Kleine Rassen sind oft schon mit 9 bis 12 Monaten ausgewachsen und bereit für Adultfutter. Mittelgroße Hunde brauchen meist etwas länger – etwa bis 12 bis 14 Monate. Große und sehr große Rassen wachsen oft deutlich langsamer. Bei ihnen beginnt die Futterumstellung häufig erst zwischen 15 und 18 Monaten oder sogar später.
Eine grobe Faustregel: Hat dein Hund rund 80 % seines erwarteten Endgewichts erreicht, und verlangsamt sich das Wachstum spürbar, kann die Umstellung beginnen. Auch der Körperbau wird stabiler, muskulöser – weniger „welpig“, mehr „erwachsen“.
Eine fundierte Einschätzung zum richtigen Umstellungszeitpunkt, mit Blick auf Rasse, Endgewicht und Entwicklung, findest du auch bei VCA Animal Hospitals, einer der größten veterinärmedizinischen Netzwerke weltweit.
Futterwechsel beim Welpen: So gelingt die Umstellung Schritt für Schritt
Die Umstellung auf Adultfutter sollte nicht abrupt, sondern langsam und kontrolliert erfolgen. Eine Dauer von 7 bis 10 Tagen hat sich bewährt. So hat der Verdauungstrakt deines Hundes Zeit, sich an das neue Futter zu gewöhnen.
So gehst du vor:
- Tag 1–2: 75 % Welpenfutter, 25 % neues Futter
- Tag 3–4: 50 % / 50 %
- Tag 5–6: 25 % Welpenfutter, 75 % neues Futter
- Ab Tag 7: 100 % Adultfutter
Achte während der Umstellung auf Veränderungen im Kotabsatz, Blähungen oder Appetitlosigkeit. Das können Zeichen sein, dass du langsamer vorgehen solltest oder das neue Futter nicht optimal passt.
Risiken bei der Futterumstellung: Was passieren kann
Welpen- und Adultfutter unterscheiden sich beträchtlich in ihrer Nährstoffzusammensetzung. Welpenfutter enthält in der Regel mehr Energie, Eiweiß und bestimmte Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor, um Wachstum, Knochenaufbau und Entwicklung optimal zu unterstützen. Wird erwachsenes Futter zu früh gegeben, kann der junge Hund nicht genügend Energie und Nährstoffe für eine gesunde Entwicklung erhalten. Dies kann langfristig das Wachstum verlangsamen und die Entwicklung von Knochen, Muskeln und Immunsystem beeinträchtigen.
Andererseits ist es auch nicht ideal, Welpenfutter zu lange über die Wachstumsphase hinaus zu füttern. Adultfutter ist auf die Bedürfnisse eines ausgewachsenen Hundes ausgerichtet und enthält typischerweise weniger Kalorien und eine andere Nährstoffbalance. Wenn ein bereits ausgewachsener Hund weiterhin energiereiches Welpenfutter erhält, steigt das Risiko für Übergewicht und damit verbundene Belastungen des Stoffwechsels und der Gelenke.
Entscheidend ist daher nicht nur ein festes Alter, sondern eine individuelle Anpassung an den Entwicklungsstand deines Hundes – also wie weit das Wachstum abgeschlossen ist, wie schnell er zunimmt und welche Körperkondition er hat. In dieser Übergangsphase lohnt es sich, die Entwicklung im Blick zu behalten und im Zweifel tierärztlichen Rat einzuholen.
Verdauungsprobleme nach der Futterumstellung: Ursachen und was hilft
Eine Futterumstellung kann für den Verdauungstrakt eines jungen Hundes eine echte Herausforderung sein. Durchfall, Blähungen oder Appetitlosigkeit sind typische Reaktionen – besonders, wenn der Wechsel zu schnell erfolgt oder das neue Futter nicht gut vertragen wird.
Das kannst du tun, wenn dein Welpe empfindlich reagiert:
- Die Umstellung verlangsamen: Geh einen Schritt zurück – zum Beispiel 75 % altes, 25 % neues Futter – und gib dem Verdauungssystem Zeit.
- Mehrere kleine Mahlzeiten: Weniger auf einmal entlastet den Magen-Darm-Trakt.
- Keine neuen Leckerlis oder Extras: Alles, was den Verdauungstrakt zusätzlich fordert, kann Probleme verstärken.
- Ration prüfen: Wurde die Tagesmenge vielleicht zu schnell angepasst? Wurden Snacks eingerechnet?
Ein gesunder, aktiver Hund darf während der Umstellung mal weichen Kot oder Blähungen haben. Hält der Durchfall jedoch länger als zwei Tage an, kommen Erbrechen, Mattigkeit oder ein deutlich veränderter Allgemeinzustand dazu – oder hast du einfach ein schlechtes Gefühl – dann gilt: Lieber frühzeitig tierärztlichen Rat holen als Risiken eingehen.
Zur groben Orientierung: Beim Streicheln sollten die Rippen fühlbar, aber nicht sichtbar sein. Ist dein Hund sehr dünn oder setzt kaum Kot ab – oder wirkt überfüttert und träge – kann auch das auf eine falsche Futtermenge oder -zusammensetzung hinweisen. Aber auch andere gesundheitliche Ursachen können eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Parasiten oder Erkrankungen. Deshalb: nicht googeln, sondern ab zum Profi.
Du bist dir noch nicht sicher, ob Trockenfutter, Nassfutter oder vielleicht doch BARF das Richtige ist? Oder du willst einfach besser verstehen, was die Unterschiede sind und wie du ein wirklich gutes Futter findest? Dann lies hier weiter:
FAQ: Die häufigsten Fragen zur Welpenernährung
Wie oft sollte ein Welpe am Tag gefüttert werden?
Welpen brauchen mehrere kleine Mahlzeiten, weil ihr Magen noch klein ist und sie Energie für das Wachstum benötigen.
- 8–12 Wochen: ca. 4 Mahlzeiten täglich
- 3–6 Monate: ca. 3 Mahlzeiten täglich
- Ab 6 Monaten: meist 2–3 Mahlzeiten
Einige Hunde kommen später auch mit 1–2 Mahlzeiten aus – abhängig von Rasse, Aktivitätslevel und individueller Verträglichkeit.
Braucht mein Welpe unbedingt spezielles Welpenfutter?
Ja. Welpenfutter enthält mehr Energie, hochwertiges Protein, Kalzium und andere Nährstoffe, die für Wachstum, Knochenaufbau und Organentwicklung wichtig sind.
Adultfutter ist für ausgewachsene Hunde konzipiert – es kann bei Welpen zu Mangelerscheinungen führen, besonders bei großen Rassen.
Wie erkenne ich, ob mein Welpe genug Futter bekommt?
Ein gesunder Welpe hat:
- eine sichtbare Taille
- fühlbare (nicht sichtbare) Rippen
- glänzendes Fell und aktives Verhalten
Hilfreich ist es auch, regelmäßig das Gewicht zu kontrollieren, den Futterbedarf individuell anzupassen – und bei Unsicherheit den Tierarzt oder eine Ernährungsberatung hinzuzuziehen.
Welche Fütterungsart ist am besten – Trockenfutter, Nassfutter oder BARF?
Alle drei Varianten können funktionieren – entscheidend ist die Qualität.
- Trockenfutter: praktisch, lange haltbar
- Nassfutter: hohe Akzeptanz, enthält mehr Wasser
- BARF: artgerecht, aber anspruchsvoll in der Zusammenstellung
Wichtig ist: Das Futter muss als Alleinfuttermittel für Welpen deklariert sein. Mischfütterung ist möglich, erfordert aber genaue Kontrolle der Gesamtmenge
Wie stelle ich das Futter meines Welpen richtig um – und worauf muss ich achten?
Futterumstellungen sollten immer langsam über 7–10 Tage erfolgen, besonders bei empfindlichen Hunden.
Ein häufiger Fehler: Zu schneller Wechsel → Verdauungsprobleme.
Achte bei der Fütterungsempfehlung darauf, ob sich die Angaben auf das aktuelle Gewicht oder das zu erwartende Endgewicht beziehen – das ist nicht bei allen Herstellern gleich. Auch Leckerlis und Kauartikel müssen bei der Tagesmenge mit eingerechnet werden.
Ich bin Franziska von mitohnehund.de. Ich war Tierarzthelferin, habe im Hundesport trainiert, Schafe mit Border Collies gehütet, Welpen großgezogen, meine Hunde durch Krankheiten begleitet, Seniorhunde gehen lassen und Entscheidungen getroffen. Den Alltag mit Hunden lebe ich seit über 40 Jahren – in einem Rhythmus, der manchmal leicht ist, und manchmal nicht.
Ich bin geprüfte Begleithundeführerin mit Sachkundenachweis. Mit meinen Hunden bin ich immer unterwegs – auf Reisen und im Leben. Denn Hundehaltung ist für mich mehr als Methode. Sie ist Beziehung. Verantwortung. Veränderung. Was ich teile, ist Erfahrung, Beobachtung und Wissen.
Und die Bereitschaft, immer wieder neu hinzuschauen – auf die Hunde und auf sich selbst.
Ich hab viel erzählt – jetzt bist du dran. Hast du bereits einen Welpen und Erfahrungen mit der Fütterung? Oder noch Fragen dazu? Oder zieht dein Welpe erst ein und du möchtest dich vorbereiten? Schreib’s in die Kommentare. Ehrlich. Direkt. Mit Namen – oder anonym. Ich lese alles. Und ich antworte.